Cimetière de la Villette, Städtischer Friedhof im 19. Arrondissement von Paris, Frankreich
Der cimetière de la Villette ist ein Stadtfriedhof im 19. Arrondissement von Paris, der auf einer Fläche von etwas mehr als einem Hektar rund 2500 Grabstellen umfasst. Ahorn, Linden und einige Kastanienbäume spenden den Gräberreihen Schatten, zwischen denen schmale Wege entlanglaufen.
Der Friedhof wurde 1828 angelegt und 1843 erweitert, um dem starken Bevölkerungswachstum von Paris in jener Zeit zu begegnen. Er ist heute administrativ dem Père-Lachaise angegliedert, behält aber seinen eigenen Charakter als Stadtteilfriedhof.
Auf einigen Grabsteinen des Friedhofs sind Inschriften zu finden, die auf die Schlachthöfe verweisen, die früher in der Nachbarschaft lagen. Eine Grabstelle der Familie Camus trägt sogar eine Widmung einer Metzgergewerkschaft, die damit einen der Ihren ehrte.
Der Friedhof ist von der nächsten Vélib'-Station aus in wenigen Gehminuten erreichbar und liegt in der Nähe von Buslinien und Metrostationen. Einige Wege sind schmal oder leicht geneigt, daher sollten Besucher mit eingeschränkter Mobilität dies beim Planen ihres Besuchs berücksichtigen.
Obwohl der Friedhof administrativ zum Père-Lachaise gehört, ist er kein touristischer Ort, sondern wird fast ausschließlich von den Familien des Viertels genutzt. Wer die Inschriften liest, entdeckt eine Geschichte des Handwerks und der lokalen Berufe, die in den großen Pariser Gedenkstätten selten so greifbar ist.
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