Garten des Bischofssitzes, Französischer Formalgarten in Castres, Frankreich.
Der Bischofsgarten ist eine französische Gartenanlage in Castres mit sechs Parterre-Abschnitten, deren Buchsbaumverzierungen Lilien- und okzitanische Kreuzmuster bilden. Die Beete werden von englischen Gartenelementen umgeben, die das französische Formenspiel ergänzen.
André Le Nôtre, der Hofgärtner von König Ludwig XIV., entwarf diese bischöfliche Gartenanlage zwischen 1676 und 1696 nach dem Bau des Bischofspalastes. Die Schöpfung folgte den Prinzipien der französischen Gartenkunst, die Le Nôtre in Versailles perfektioniert hatte.
Der Garten wurde 1995 als historisches Denkmal anerkannt und trägt seit 2004 das Gütesiegel Hervorragendes Garten für seine französische klassische Gestaltung. Besucher können die Bedeutung des Ortes als Symbol der bischöflichen Macht ablesen, die sich in der symmetrischen Anordnung und den präzisen geometrischen Formen ausdrückt.
Der Garten liegt zwischen dem Rathaus und dem Theater und ist das ganze Jahr über für die Öffentlichkeit zugänglich. Besucher finden einen Kinderspielplatz und eine Orientierungstafel vor, die bei der Erkundung des Ortes helfen.
Der Garten bewahrt eines der letzten verbliebenen Buchsbaumparterre Frankreichs mit ursprünglichen Mustern aus dem 17. Jahrhundert. Diese Ornamentik erstreckt sich über eine beachtliche Fläche und zeigt die Handwerkskunst, die solche Gärten zu schaffen verlangte.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.