Caulaincourt Bridge, Straßenbrücke im 18. Arrondissement von Paris, Frankreich
Die Caulaincourt-Brücke ist eine Straßenbrücke im 18. Arrondissement, die über den Montmartre-Friedhof führt und von sechs Gusseisen-Säulen getragen wird. Die Struktur bildet eine Passage über zahlreiche Gräber und schafft dadurch eine ungewöhnliche räumliche Situation im dicht bebauten Viertel.
Die Brücke wurde 1888 fertiggestellt und entstand aus Plänen zur städtebaulichen Umgestaltung Montmartres, nachdem anfängliche Widerstände überwunden waren. Dieses Bauprojekt war Teil der größeren Anstrengungen im ausgehenden 19. Jahrhundert, die damals noch separate Bezirke besser zu verbinden.
Die Brücke verbindet verschiedene Teile von Montmartre und ermöglicht Fußgängern und Fahrzeugen, über einen der ältesten Friedhöfe der Stadt zu gehen. Der Ort vermittelt ein besonderes Gefühl: Auf der einen Seite das geschäftige Leben der Straße, auf der anderen die Ruhe der Gräber direkt darunter.
Die Brücke liegt in einem gut verbundenen Gebiet mit mehreren Bushaltestellen und Metrostationen in der Nähe, die verschiedene Teile des Viertels erreichen. Der Fußgängerverkehr ist einfach möglich, und die Struktur ist leicht zu durchqueren, auch wenn der Ort das ganze Jahr über belebt ist.
Die Gräber und Grabsteine des Friedhofs darunter ragen teilweise so nah an die Brückenkonstruktion heran, dass man beim Überqueren die räumliche Nähe zwischen lebendiger Stadt und Ruheort unmittelbar spürt. Diese physische Nähe schafft einen verstörenden und gleichzeitig reflexiven Eindruck.
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