Hôtel de Gantès, Privathaus in Aix-en-Provence, Frankreich.
Das Hôtel de Gantès ist ein viergeschossiger Quadersteinbau am Cours Mirabeau, dessen hellockerfarbene Fassade bis zu einer Steinbalustrade reicht. Drei Reihen hoher Fenster mit Läden, von profilierten Rahmungen gefasst, werden nach oben kürzer. Eine grüne Markise mit der Aufschrift „Le Zinc“ überspannt das Erdgeschoss, und ein dunkles Metallfallrohr läuft an der rechten Kante hinab.
Die Residenz wurde 1660 für François de Gantès erbaut, den Generalprokurator des Parlement von Aix-en-Provence. Das Gebäude überstand die Wirren der Französischen Revolution, obwohl sein Milieu in dieser Zeit tiefgreifende Veränderungen erfuhr.
Das Erdgeschoss-Café, ab 1840 Les Deux Garçons genannt, empfing Raimu, Mistinguett, Picasso, Édith Piaf, Alain Delon und Jean Cocteau. Paul Cézanne verbrachte dort vor dem Abendessen drei Stunden im Gespräch mit Émile Zola. Die Markise am Eingang trägt noch die Aufschrift „Le Zinc“.
Das Gebäude steht an der Nummer 53 bis des Cours Mirabeau, der Hauptallee von Aix-en-Provence; man erreicht es zu Fuß aus der Altstadt, nicht über enge Gassen. Das Café liegt im Erdgeschoss unter der grünen Markise mit der Aufschrift „Le Zinc“, die elf Zimmer und Suiten des Hotels befinden sich darüber. Seit 1984 ist es als Monument historique eingetragen.
Im Erdgeschoss befand sich ein Café, in dem der Maler Paul Cézanne und der Schriftsteller Émile Zola regelmäßig zusammenkamen. Diese Begegnungen zwischen dem Künstler und dem Schriftsteller legten den Grundstein für ihre lebenslange intellektuelle Beziehung.
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