Hôtel de Boyer d'Éguilles, Privatpalais in Aix-en-Provence, Frankreich
Das Hôtel de Boyer d'Éguilles ist ein herrschaftliches Wohnhaus in Aix-en-Provence, das zwischen 1672 und 1675 erbaut wurde und sich durch seine symmetrische Fassade aus Bibémus-Stein auszeichnet. Die Grundform folgt dem traditionellen U-Schema, das für französische Adelshäuser dieser Zeit charakteristisch war.
Das Haus wurde auf Initiative von Jean-Baptiste de Boyer d'Éguilles errichtet und später vom Architekten Louis Jaubert nach Pariser Stil umgebaut. Diese architektonische Modernisierung integrierte zeitgenössische Gestaltungsprinzipien aus der französischen Hauptstadt.
Die Deckenmalereien aus dem 17. Jahrhundert zeigen die Kunstfertigkeit der damaligen Zeit und prägen heute noch den Eindruck der inneren Räume. Die Verzierungen spiegeln den Wohlstand und die künstlerischen Ansprüche der Familie wider, die diese Räume bewohnte.
Das Gebäude befindet sich zentral in Aix-en-Provence in der Rue Espariat und kann von außen jederzeit besichtigt werden. Besucher sollten beachten, dass die Innenräume heute teilweise als Einzelhandelsflächen genutzt werden und nicht immer zugänglich sind.
Das Gebäude diente mehrere Jahrzehnte lang als Nutzfläche: zunächst als Nudelfabrik und später als Standort des Naturhistorischen Museums der Stadt. Erst 2014 wandelte sich die Funktion erneut, als es in Einzelhandelsflächen umgewandelt wurde.
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