Hôtel de la Motte-Sanguin, Privatpalais aus dem 18. Jahrhundert in Orléans, Frankreich.
Das Hôtel de la Motte-Sanguin ist ein Herrenhaus aus dem 18. Jahrhundert an der Rue de Solférino in Orléans, das sich durch Fenster mit Brüstungen und ein Gesims mit Modillionen auszeichnet, das einen flachen Dachbereich verbirgt. Die Fassade zeigt die klassische Eleganz der damaligen Zeit und prägt das Straßenbild dieser Adresse.
Das Gebäude entstand zwischen 1788 und 1792 nach Entwürfen des Architekten Victor Louis und ersetzte eine alte Festungsanlage von 1466, die zuvor als Artilleriestellung genutzt wurde. Der Standort erlebte damit einen Wandel von militärischer Funktion zur bürgerlichen Wohnarchitektur.
Im Inneren bewahrt das Gebäude Räume mit aufwendigen Verzierungen, darunter einen Musiksalon und Schlafzimmer im ersten Stock, deren ursprüngliche Ausstattung noch erkennbar ist. Diese Zimmer zeigen den Geschmack und die Lebensweise der wohlhabenden Familie, die das Haus bewohnte.
Das Gebäude wird heute von Forschern der Universität Orléans genutzt, die über das Studium-Programm dort arbeiten, weshalb es nicht regelmäßig für Besucher offen ist. Ein Besuch ist daher am besten im Rahmen von Kulturveranstaltungen oder speziellen Führungen möglich.
Das Dachwerk verwendet ein spezielles Konstruktionssystem, das auf Entwürfen von Philibert Delorme basiert und zur damaligen Zeit als Neuerung galt. Diese fortschrittliche Technik ermöglichte eine effizientere und stabilere Dachstruktur für das Gebäude.
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