Puits Sainte-Pauline, Kohlenbergbauschacht in Champagney, Frankreich.
Der Puits Sainte-Pauline ist ein Bergbauschacht in Champagney mit rechteckigem Querschnitt oben, der sich ab 180 Metern Tiefe zu einem kreisförmigen Durchmesser verengt. Der Schacht reicht insgesamt bis zu 546 Meter in die Tiefe hinab.
Die Kohleförderung in diesem Schacht begann 1861 und war in den ersten Jahren sehr ergiebig, endete aber 1884 mit der endgültigen Schließung. Nach der Stilllegung wurde der Schacht verfüllt und die Bergbautätigkeit beendet.
Der Bergbauort war Heimat von Arbeiterfamilien, die hierher nach dem Krieg von 1870 kamen und eigene Häuser bewohnten. Diese Siedlung prägt noch heute das Gesicht des Ortes als Zeugnis dieser Arbeitervergangenheit.
Der Schacht wird heute durch ein Informationspaneel erklärt, das 2017 aufgestellt wurde und Details zur Industriegeschichte zeigt. Das Gebiet ist leicht erreichbar, bietet aber begrenzte Zugänge zum eigentlichen Schachtbereich aus Sicherheitsgründen.
Die nördliche Abraumhalde enthält noch immer Tausende von Kubikmetern Gestein, das nach der Schließung langsam wieder von Pflanzen überwachsen wurde. Diese natürliche Rückeroberung zeigt, wie die Natur den industriellen Ort allmählich zurückerobert hat.
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