Hôtel d'Hozier, Klassisches Privathaus im 3. Arrondissement, Frankreich
Das Hôtel d'Hozier ist ein klassizistisches Herrenhaus mit einem imposanten Eingangstor und Steinketten-Fensterdekorationen, die aus dem frühen 18. Jahrhundert stammen. Der zweistöckige Bau wird durch Skulpturen verziert und hat einen Innenhof, der von der Straße her zugänglich ist.
Das Gebäude wurde 1623 von Jean Thiriot erbaut und erhielt seinen Namen, als Louis-Pierre d'Hozier, ein angesehener französischer Genealoge, es 1735 als Wohnresidenz bezog. Der Wechsel des Eigentümers markierte den Übergang von einer einfachen Stadtresidenz zu einem Ort von wissenschaftlicher und familiärer Bedeutung.
Das Gebäude war von den 1930er Jahren an ein Zentrum jüdischer Arbeiterbewegung und prägt bis heute das Viertel als Ort von Vielfalt und Geschichte. Menschen durchqueren den Innenhof und erleben direkt, wie verschiedene Gemeinschaften diesen Raum über Jahrzehnte gestaltet haben.
Das Herrenhaus befindet sich an der Rue Vieille-du-Temple in der Nähe des Marais-Viertels und der Innenhof kann an Wochentagen besichtigt werden. Um die klassizistischen Details vollständig zu würdigen, sollte man Zeit für einen genauen Blick auf die Steinmetzarbeiten am Eingang und den oberen Etagen einplanen.
Im hinteren Teil des Hauses befindet sich ein ungewöhnlicher zweigeschossiger Raum, der von Trompe-l'oeil-Malerei unterstützt wird und mit Medusa- und Delfinmotiven aus der klassischen Mythologie dekoriert ist. Diese verborgene Besonderheit zeigt den Einfallsreichtum des Originalarchitekten und ist heute eine der seltenen Überreste dieser Art von Dekoration.
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