Hôtel de Retz, Privatpalais im Marais, Paris, Frankreich
Das Hôtel de Retz ist ein Adeliger Wohnbau in der Rue Charlot im Marais, erbaut mit einem prächtigen Eingangstor und Innenhof. Das Gebäude wird heute als Kunstausstellungsraum genutzt und zeigt regelmäßig zeitgenössische Werke.
Errichtet zwischen 1613 und 1632 für Daniel Martin de Mauroy, Schatzmeister des Herzogs von Guise, hieß es zunächst Hôtel d'Elbeuf; von diesem Bau ist nur das Tor erhalten. 1649 kaufte es Pierre de Gondi de Retz, Bruder des Kardinals, der ihm seinen Namen gab und 1651 Madame de Sévigné dort empfing. 1839 brannte es ab und wurde wieder aufgebaut.
Der Name stammt von der Familie Gondi, Herzöge von Retz, die das Haus 1649 erwarb; Pierre de Gondi de Retz, Bruder des Kardinals, empfing hier 1651 Madame de Sévigné. Das Tor an der Rue Charlot ist der einzige Rest des zwischen 1613 und 1632 erbauten Hôtel d'Elbeuf. Seit 1994 zeigt der Passage de Retz Wechselausstellungen.
Der Eingang in der Rue Charlot 9 ist das einzige erhaltene Element des Baus von 1613–1632: ein heller Steinbogen mit geschwungenem Giebel und der Inschrift „HOTEL de RETZ" sowie ein dunkelblaugrünes Doppeltor. Der 750 m2 große Ausstellungsraum Passage de Retz, entworfen von Sylvain Dubuisson, wurde 1994 im Gebäude eröffnet; der Zugang hängt von der laufenden Ausstellung ab, die man vor dem Besuch prüfen sollte.
Nestor Roqueplan, späterer Direktor der Opéra Comique und der Theater Châtelet sowie Herausgeber von Le Figaro, wurde 1804 in diesem Haus geboren. Seine Karriere verbindet die Kunstwelt Europas mit diesem Adelshaus.
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