Fontaine des Haudriettes, Neoklassizistische Brunnen im Marais, Paris, Frankreich.
Die Fontaine des Haudriettes ist ein neoklassizistischer Brunnen im Marais-Viertel von Paris mit einem zentralen Becken, aus dem Wasser aus einem Löwenkopf-Wasserspeier fließt. Die Konstruktion wird von zwei falschen Pilastern gestützt, die eine niedrige Kuppel mit abgerundeten Seiten tragen.
Der Brunnen wurde 1764 unter der Leitung des Architekten Pierre-Louis Moreau-Desproux erbaut und ist seit 1925 ein eingetragenes Kulturdenkmal. Seine Anerkennung unterstreicht die architektonische Bedeutung, die Pariser Brunnen dieser Zeit zugemessen wurde.
Die Brunnen zeigt eine Reliefplastik einer liegenden Najade zwischen Schilf, ein Werk von Pierre-Philippe Mignot, das die künstlerischen Vorlieben dieser Zeit für öffentliche Wasserspiele widerspiegelt. Diese Darstellung war typisch für die öffentliche Ausstattung der damaligen Pariser Straßen.
Der Brunnen steht an der Kreuzung von Rue des Haudriettes und Rue des Archives und dient als praktischer Orientierungspunkt in diesem Viertel. Die zentrale Lage macht ihn leicht zugänglich und angenehm zu besuchen, wenn man die Gegend erkundet.
Die Fontäne wurde 1933 während Straßenerweiterungsarbeiten an einen anderen Ort verlegt, was die Spannung zwischen städtischer Entwicklung und dem Schutz historischer Bauwerke zeigt. Diese Umsiedlung ist ein seltenes Beispiel dafür, wie Paris seine älteren Strukturen anpasste, statt sie abzureißen.
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