Coquilles de Reims, Universitätsamphitheater am Campus Reims-Champagne-Ardenne, Frankreich.
Die Coquilles de Reims sind sechs muschelförmige Hörsäle, die um einen zentralen Platz angeordnet sind und insgesamt etwa 2.700 Personen aufnehmen können. Der Komplex verbindet massive Betonstützen mit Holzschalen und Stahlstrukturen, wobei jeder Hörsaal unterschiedliche Größen und Kapazitäten hat.
Der Komplex wurde zwischen 1970 und 1974 von den Architekten André und Denis Dubard de Gaillarbois zusammen mit Robert Clauzier errichtet. Das Projekt nutzte innovative Techniken mit Sperrholz und laminierten Holzstrukturen, die für diese Zeit bahnbrechend waren.
Die Strukturen zeigen einen spielerischen Umgang mit Naturformen und integrieren sich unauffällig in die Campuslandschaft. Studierende und Besucher nehmen die Gebäude als Teil der alltäglichen Lernumgebung wahr, wo moderne Architektur und Funktionalität zusammenwirken.
Die Anlage ist am besten zu Fuß erreichbar und bietet viel freien Platz zum Erkunden des gesamten Komplexes und des zentralen Hofes. Besucher sollten beachten, dass die Hörsäle während des Lehrbetriebs möglicherweise nicht frei zugänglich sind.
Die Holzschalen wurden mit Sperrholzpanelen konstruiert, die durch sichtbare Holzrippen verbunden sind und ein beeindruckendes konstruktives System bilden. Diese Bauweise war in den 1970ern ungewöhnlich und zeigt den experimentellen Ansatz der Architekten zu großflächigen Holzkonstruktionen.
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