Grande Pierre de Jouy, Neolithischer Menhir in Jouy-le-Moutier, Frankreich.
Der Menhir misst 3 Meter in der Länge mit einer Breite von 2,55 Metern an der Basis bis 0,90 Meter an der Spitze. Die Dicke des Steins variiert zwischen 50 und 20 Zentimetern entlang seiner Oberfläche. Die Struktur besteht aus weichem Sandstein, der aus lokalen geologischen Formationen stammt. Heute liegt der Stein vollständig am Boden, nachdem er aus seiner ursprünglich geneigten Position gefallen ist.
Amédée de Caix de Saint-Aymour dokumentierte den Menhir im Jahr 1874 und beschrieb seine geneigte Position, bevor er später vollständig zu Boden fiel. Die präzisen Umstände der Errichtung während des Neolithikums bleiben unbekannt, doch archäologische Analysen deuten auf eine Konstruktion vor mehreren tausend Jahren hin. Das Denkmal wurde als historisches Monument klassifiziert, um seine Erhaltung für zukünftige Generationen zu sichern.
Dieser Sandstein-Megalith zeugt von prähistorischen menschlichen Siedlungen und Bautechniken aus dem Neolithikum in der Île-de-France. Das Monument gehört zu den wenigen erhaltenen Zeugnissen dieser Epoche in der Region und dokumentiert die technischen Fähigkeiten früher Gemeinschaften. Seine Erhaltung ermöglicht Forschungen zur prähistorischen Besiedlung des Oise-Tals und zu den rituellen oder sozialen Funktionen solcher Strukturen in der Jungsteinzeit.
Der Standort liegt an einem Hang auf 20 Metern Höhe am rechten Ufer der Oise und ist über die Straße Les Grandes Pierres erreichbar. Die Besichtigung ist das ganze Jahr über möglich, da das Monument im Freien liegt. Besucher sollten festes Schuhwerk tragen, da das Gelände uneben sein kann. Die nächsten öffentlichen Verkehrsmittel befinden sich in Jouy-le-Moutier, etwa 2 Kilometer vom Standort entfernt.
Die ungewöhnliche Verwendung von weichem Sandstein stellt eine Besonderheit dar, da die meisten Megalithen aus härterem Gestein gefertigt wurden, um Stabilität zu gewährleisten. Die variable Dicke des Steins könnte auf natürliche Erosion oder gezielte Bearbeitung durch neolithische Erbauer hinweisen. Geologen haben festgestellt, dass das Material wahrscheinlich aus Steinbrüchen in unmittelbarer Nähe des Standorts stammt, was die Transportmethoden der Erbauer beleuchtet.
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