Saint-Louis Church in Fontainebleau, Historische Pfarrkirche im Zentrum von Fontainebleau, Frankreich.
Die Saint-Louis-Kirche liegt zwischen der Rue de la Paroisse, der Rue Grande, der Place de la République und der Cour de la Mission im Zentrum von Fontainebleau. Ihre helle Steinfassade trägt eine Uhr unter einem dreieckigen Giebel mit kleiner Statue, darüber drei Statuen in Nischen über dem bogigen Eingang. Ein kuppelbekrönter Laternturm und Statuen entlang der Dachkante prägen das dunkle Dach; innen ist ein Tonnengewölbe mit geometrischen Feldern und Medaillons in Blau, Grün und Gold bemalt.
Marie de Médicis, Witwe Heinrichs IV. und Regentin für Ludwig XIII., ließ zwischen 1611 und 1614 von Claude Matin eine Kapelle errichten, die dem heiligen Ludwig IX. geweiht war. Am 16. November 1661 erhoben Ludwig XIV. und Anna von Österreich sie zur Pfarrkirche von Fontainebleau. 1793 machte die jakobinische Société populaire daraus einen Tempel der Vernunft und ließ die vom Königspaar getaufte Glocke einschmelzen.
Die Kirche war lange Zeit das religiöse Zentrum der Stadt und prägt bis heute das tägliche Leben der Bewohner. Man sieht hier Menschen, die zum Gebet kommen, und die Kirche bleibt ein Ort, an dem sich die Gemeinde versammelt.
Die Kirche liegt im Herzen der Stadt und ist leicht zu Fuss erreichbar, mit klaren Sichtlinien vom zentralen Platz aus. Besucher sollten bedenken, dass regelmässig Gottesdienste stattfinden und das Innere am besten während oder ausserhalb dieser Zeiten erkundet werden kann.
Die ursprüngliche Wetterfahne des Glockenturms in Hahnform trägt die Jahreszahl 1701 und auf beiden Seiten Inschriften, die ihre Restaurierung 1877 belegen. Eine Marmortafel, die am 24. April 1921 vor über 2.500 Menschen eingeweiht wurde, erinnert an die im Ersten Weltkrieg gefallenen Gemeindemitglieder.
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