Villa Lavaurs, Villa aus dem 19. Jahrhundert im Zentrumsbezirk, Fontainebleau, Frankreich.
Die Villa Lavaurs ist ein zweiteiliger Bau am nordwestlichen Ende der Rue Saint-Honoré. Der niedrigere linke Flügel hat eine cremefarbene Fassade mit rotem Ziegelband, ein graues Schieferdach mit Dachgauben und drei Geschosse über einem Steinsockel. Der höhere rechte Teil besitzt ein steiles Schieferdach mit kleinem zentralem Dachreiter, dekorativen Gauben und einer Steintreppe mit Balustrade, die zu einem dunklen hölzernen Doppeltor führt.
Das Anwesen wurde um 1897 vom Grafen Raymond Lavaurs auf dem Grundstück des Hôtel des Quatre Secrétaires errichtet. Bereits 1895 veranstaltete die Gräfin dort, noch während des unfertigen Baus, einen Karneval, über den Le Gaulois berichtete. In den 1960er Jahren wurde die Villa Nebengebäude eines Mädchengymnasiums und beherbergte im Obergeschoss die Bibliothèque Internationale de Musique Contemporaine. Von 1972 bis 2010 war hier das städtische Museum für Militärkunst und -geschichte untergebracht.
Gräfin Lavaurs veranstaltete im noch unfertigen Bau einen Karneval, über den Le Gaulois am 26. Februar 1895 berichtete. Das Haus war vor allem für große Empfänge gedacht, und das Paar kam vom rund zehn Kilometer entfernten Schloss Sorques, um die Arbeiten zu beaufsichtigen.
Die Villa steht am nordwestlichen Ende der rue Saint-Honoré an der Kreuzung mit der rue de la Paroisse, unweit des Zentrums von Fontainebleau. Seit dem Verkauf 2017 an die Gesellschaft Urban Premium wurde das Gebäude in rund fünfzehn Mietwohnungen umgewandelt; das Innere ist daher nicht zu besichtigen. Von der Straße sind die cremefarbene Fassade mit roten Ziegelbändern, das Schieferdach und die Steintreppe mit Balustrade zur Holztür zu sehen.
Die Villa entstand um 1897 für Graf Raymond Lavaurs, Mitbegründer und erster Präsident des Golfclubs von Fontainebleau und Leiter der Gesellschaft Peñarroya. Noch bevor der Bau fertig war, veranstaltete die Gräfin dort einen Karneval, über den Le Gaulois am 26. Februar 1895 berichtete. Im Dezember 2017 kaufte eine Pariser Firma die Villa, das Pförtnerhaus und 2 000 m² Grund für 1 770 000 Euro, um rund fünfzehn Wohnungen einzurichten.
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