Immeubles formant la rue Mallet-Stevens, Modernistischer Wohnkomplex im 16. Arrondissement, Frankreich.
Die Immeubles formant la rue Mallet-Stevens sind eine Wohnanlage mit fünf Privathäusern und einem Hausmeisterhaus, die mit geometrischen Fassaden aus Stahlbeton in klaren Linien und rechten Winkeln gestaltet sind. Die Straße verläuft wie ein geschlossenes Ensemble, bei dem die Häuser eine einheitliche Architektursprache sprechen und ein kohärentes Bild bilden.
Der Architekt Robert Mallet-Stevens konzipierte die Anlage zwischen 1926 und 1927 auf einem Grundstück des Bankiers Daniel Dreyfus als innovative Lösung für städtisches Wohnen in der Moderne. Während des Zweiten Weltkriegs wurde das Allatini-Hotel in diesem Ensemble von der deutschen Besatzung requiriert und als Verwaltungssitz genutzt.
Die Gebäude zeigen künstlerische Details wie farbige Fenster von Louis Barillet und schmiedeeiserne Türen von Jean Prouvé, die das Handwerk der Zeit widerspiegeln. Diese Elemente prägen den Eindruck beim Betreten der Straße und zeigen die Zusammenarbeit zwischen Architektur und Kunsthandwerk.
Die Anlage ist frei zugänglich und kann von außen betrachtet werden, besonders gut wirken die Fassaden im Tageslicht wenn man die Straße begeht. Fotografen finden die besten Blickwinkel im Zentrum der Straße, wo die geometrischen Linien und Proportionen deutlich werden.
Das Hotel Allatini in diesem Ensemble beherbergte während der Besatzung die Gestapo und diente als Verwaltungszentrum, was heute kaum jemand bemerkt. Diese historische Last ist in den Steinen eingeschrieben, obwohl die Straße selbst friedlich und wohnlich wirkt.
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