Hôtel de Bernuy, Renaissance-Stadtpalais in Toulouse, Frankreich
Das Hôtel de Bernuy ist ein Renaissancepalais in Toulouse mit zwei Innenhöfen und einem 26,5 Meter hohen Turm, dessen Ecken mit sieben Fenstern gestaltet sind. Das Gebäude verbindet gotische und Renaissance-Elemente durch seine Backstein- und Steinmauern in einer für die Stadt einzigartigen Weise.
Das Gebäude entstand zwischen 1503 und 1536 auf Betreiben von Louis Privat und wurde bald Eigentum des spanischen Kaufmanns Jean de Bernuy, der sein Vermögen durch den Pastelhandel erwarb. Diese Handelsaktivitäten machten Toulouse zu einer der wohlhabendsten Städte Frankreichs während dieser Zeit.
Das Gebäude zeigt den Übergang von der Gotik zur Renaissance durch seine Mischung aus Backstein und Stein, was in Toulouse prägende Handwerkstechniken offenbart. Diese Baumethoden prägen bis heute das Erscheinungsbild der Stadt und zeigen, wie Künstler damals lokal verfügbare Materialien nutzten.
Das Gebäude beherbergt heute das Lycée Pierre de Fermat und ist nicht ständig für Besucher zugänglich; Führungen müssen über das Toulouse-Touristenbüro angefragt werden. Es empfiehlt sich, vorher Kontakt aufzunehmen, um zu erfahren, wann Besichtigungen möglich sind.
Die Renaissancehöfe des Gebäudes enthalten hohe Kandelabersäulen mit korinthischen Kapitellen, die damals völlig neue Formensprache in die lokale Architektur brachten. Diese Säulenordnung war in Toulouse zuvor unbekannt und wird oft übersehen, obwohl sie die größte künstlerische Innovation des Platzes darstellt.
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