Ancienne fonderie de canons de Saint-Gervais, Historische Kanonengießerei in Saint-Gervais, Frankreich.
Die Ancienne fonderie de canons de Saint-Gervais ist eine ehemalige Gießerei in Saint-Gervais, Frankreich, die zur Herstellung von Marinegeschützen diente. Das Industriegelände besteht aus Steinbauten mit sichtbaren Schmelzöfen, Werkstätten und Lagerhallen, die speziell für die Produktion schwerer Geschütze ausgelegt waren.
Die Gießerei wurde 1678 unter Ludwig XIV. gegründet und begann sofort mit der Herstellung von Marinegeschützen für die französische Flotte. Später übernahm Ludwig XV. die Anlage 1731 und verstärkte damit die königliche Kontrolle über die Rüstungsproduktion.
Die Gießerei war ein wichtiges Zentrum der französischen Rüstungsproduktion und spiegelt die militärische Macht des Königreichs wider. Besucher können heute noch sehen, wie dieser Ort die technologische Entwicklung der Metallverarbeitung vorantrieb.
Das Gelände liegt in der Nähe der Isère und nutzte Wasserkraft zum Antrieb der Maschinen sowie Flussverkehr zum Transport der schweren Geschütze. Besucher sollten festes Schuhwerk tragen, da das Gelände uneben ist und die alten Industriegebäude begrenzte ebenerdige Zugänge haben.
Die Anlage wechselte 1878 zu Eisengeschützen statt Bronze, was die Produktionskosten senkte und neue Fertigungstechniken ermöglichte. Diese Innovation machte die französische Marine leistungsfähiger, ohne dabei das Budget zu überlasten.
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