Château Perrier, Herrenhaus und historisches Monument in Épernay, Frankreich
Das Château Perrier ist ein klassifiziertes historisches Monument in Épernay, Frankreich, das im Stil des Louis XIII mit farbigen Ziegeln und weißem Stein erbaut wurde. Das Gebäude verfügt über einen großen Ehrensaal mit Mosaiken und dekorierten Säulen, einen Grand Salon mit Parkettboden in Intarsienarbeit sowie gepflegte Gartenanlagen auf der Rückseite.
Das Château Perrier wurde zwischen 1852 und 1857 für Charles Nicolas Perrier, einen Weinhändler, erbaut. Im Laufe des 20. Jahrhunderts diente es als Militärhauptquartier während beider Weltkriege, bevor die Stadt Épernay es 1942 erwarb und zu einem Museum umgestaltete.
Das Museum im Château Perrier ist das Musée du Vin de Champagne et d'Archéologie Régionale, eröffnet am 29. Mai 2021, nachdem die für Herbst 2020 geplante Eröffnung wegen COVID verschoben wurde. Seine museale Gestaltung geht auf einen 1960 an Georges-Henri Rivière, Gründer des Musée des Arts et Traditions Populaires, vergebenen Auftrag zurück. Der Name des Hauses erinnert an die Familie Perrier; von 1878 bis zum Kauf durch die Stadt 1943 hieß es Château Gallice.
Das Château Perrier liegt an der Avenue de Champagne in Épernay, in der Nähe des Bahnhofs, und ist gut zu Fuß aus der Stadtmitte zu erreichen. Es empfiehlt sich, ausreichend Zeit einzuplanen, um sowohl das Gebäude als auch die Gartenanlagen zu erkunden.
Das Reiterstandbild im Hof ist ein Eisenguss namens „Le Veneur" des Bildhauers Pierre Le Nordez, zu verdanken Henri Gallice, dem pferde- und jagdbegeisterten Neffen Octavies, der das Schloss 1878 erbte. Das Gebäude hat vier Fassaden in verschiedenen Stilen, vereinheitlicht durch die Zweifarbigkeit von Backstein und Stein, Bossenwerk und eine Balustrade. Zwei zylindrische Schornsteine aus spiralförmig gemauertem Backstein und Stein ragen aus dem Schieferdach.
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