Épernay, Champagner-Hauptstadt in Marne, Frankreich
Épernay ist eine Gemeinde im Département Marne, die sich am linken Ufer des Flusses entlang eines sanften Tals erstreckt. Die Hauptstraße wird von Häusern aus dem 19. Jahrhundert gesäumt, unter denen sich weitläufige Kreidekeller befinden.
Die Gegend gehörte vom 5. bis zum 10. Jahrhundert den Erzbischöfen von Reims, bevor sie an die Grafen der Champagne überging. Der Hundertjährige Krieg brachte schwere Zerstörungen, doch die Stadt erholte sich im 18. Jahrhundert mit dem Aufschwung der Weinproduktion.
Die Stadt trägt ihren Namen nach der römischen Siedlung Sparnacum und hat sich im 19. Jahrhundert zu einem Zentrum der Champagnerproduktion entwickelt. Viele alte Häuser sind heute Firmensitze, während die Keller darunter weiterhin für die Reifung genutzt werden.
Die Bahnstation verbindet den Ort mit Paris, Straßburg und anderen großen Städten im Nordosten. Besucher können die Kellertunnel bei verschiedenen Anbietern besichtigen, wobei die Führungen meist auf Französisch und Englisch angeboten werden.
Unter der Stadt liegen mehr als 100 Kilometer an Kreidegängen, die eine gleichbleibende Temperatur um 11 Grad Celsius und eine hohe Luftfeuchtigkeit bewahren. Diese Bedingungen sind für die langsame Reifung der Flaschen ideal und wurden schon im 18. Jahrhundert genutzt.
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