Église Saint-Clément de Wasquehal, Katholische Kirche in Wasquehal, Frankreich
Die Église Saint-Clément ist ein Backsteinkirche mit rechteckigem Körper und steilem Satteldach. Die Fassade zeigt ein einziges zentrales Spitzbogenfenster mit dunklem Glas, darüber ein Backsteinkreuz, und einen bogenförmigen Holzeingang mit weißem Vordach. Ein kurzer, quadratischer Glockenturm mit Flachdach und Kreuz sitzt auf dem Dachfirst, und die Seitenwände haben rundbogige Blendarkaden.
Der Bau der Kirche begann am 7. April 1911 und wurde am 29. September 1912 abgeschlossen, in einer Zeit starker antiklerikaler Stimmung in Frankreich. Trotz dieser gesellschaftlichen Widerstände entstand das Gebäude als wichtiges religiöses Zentrum für die lokale Bevölkerung.
Die Kirche steht im Stadtteil Capreau und wurde erbaut, um die Arbeiterschaft zu versorgen, die zuvor drei Kilometer zu Fuß gehen musste, um Gottesdienste zu besuchen. Sie prägt bis heute das Erscheinungsbild dieses Wohnviertels und ist ein Treffpunkt für die Gemeinde vor Ort.
Die Kirche steht an der Rue Clément Béthune im Viertel Capreau im Norden von Wasquehal. Sie gehört zum Dekanat Roubaix des Erzbistums Lille und bildet mit Saint-Nicolas in Wasquehal und Sacré-Cœur du Sart die Pfarrei Ozanam. Der Eingang ist die bogenförmige Holztür am Fuß der Fassade unter einem weißen Vordach.
Die erste Messe wurde am 26. Januar 1906 gefeiert, noch vor dem Bau der Kirche, in einer Kapelle hinter dem künftigen Gebäude. Am 1. Oktober 1912 wurde die neue Kirche verwüstet: Stühle wurden am Fuß der Kanzel aufgetürmt und angezündet; Abbé Couppez löschte das Feuer mit Hilfe der Anwohner.
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