Palais Vaissier, Historischer Palast in Tourcoing, Frankreich.
Der Palais Vaissier war ein prächtiges Wohnhaus in Tourcoing mit einer 35 Meter hohen Glaskuppel und orientalischen architektonischen Elementen. Das Gebäude stand inmitten eines 5 Hektar großen Parks mit gestalteten Gärten und Teichen.
Victor Vaissier, ein erfolgreicher Seifenfabrikant, der sich selbst als Prinz des Kongo nannte, beauftragte 1892 den Architekten Charles Dupire mit dem Bau dieses Wohnhauses. Das ehrgeizige Projekt entstand während einer Zeit, als wohlhabende Industrielle ihre Macht durch beeindruckende Privatbauten zur Schau stellten.
Der Palast zeigte Räume mit japanischen und indischen Gestaltungselementen, die die Vorliebe des Besitzers für exotische Kulturen widerspiegeln. Diese Einflüsse zogen sich durch verschiedene Zimmer und Hallen und ließen sich noch heute an den verbleibenden Gebäuden erahnen.
Heute können Besucher die Außenseiten zweier erhaltener Gebäude besichtigen, die als Pförtnerhaus und Gärtnerhaus dienten, an der Rue de Mouvaux gelegen. Es ist hilfreich, den Park zu durchqueren, um die verbleibenden Strukturen und die ehemalige Gartenanlage in ihrer räumlichen Anordnung zu verstehen.
Die Glaskuppel des Palastes war mit einem eigenen Stromaggregat ausgestattet, das das Gebäude jede Nacht beleuchtete und damit eine bemerkenswerte technische Neuerung der 1890er Jahre darstellte. Diese frühe elektrische Installation war für ihre Zeit außergewöhnlich fortschrittlich und machte den Palast zu einem Vorreiter der modernen Haustechnik.
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