Strasbourg, Grande-Île und Neustadt, UNESCO-Weltkulturerbe in Straßburg, Frankreich
Das Straßburger Weltkulturerbe umfasst zwei Stadtteile mit etwa 183 Hektar, wo mittelalterliche Gebäude, gotische Denkmäler und deutsche Kaiserarchitektur entlang der Ill entstanden. Die Flusslandschaft und die vielen Brücken verbinden diese Gebiete und prägen das Aussehen der gesamten Stadt.
Der ältere Stadtteil erhielt 1988 die UNESCO-Anerkennung, während der jüngere Nachbarstadtteil 2017 hinzukam und Straßburg zur ersten französischen Stadt mit vollständigem Altstadtzentrum auf der Welterbeliste machte. Diese Erweiterung würdigte das Wachstum der Stadt während der deutschen Besatzung am Ende des 19. Jahrhunderts.
Die beiden Stadtviertel zeigen, wie französische und deutsche Architekturstile nebeneinander entstanden sind und das tägliche Leben der Menschen prägten. Man sieht diese Vermischung in den Gassen, wo gotische Kirchen neben Gebäuden aus der Kaiserzeit stehen und unterschiedliche Kulturen sichtbar werden.
Die beiden Viertel sind durch ein großes Netzwerk von Brücken und Fußgängerbrücken miteinander verbunden, sodass man leicht überall hinkommt. Am besten erkundet man die Gegend zu Fuß, um alle Details der Architektur und der Straßen wahrzunehmen.
Der Stadtteil Neustadt entstand als deutsches Verwaltungs- und Wohnzentrum und zeigt noch heute, wie schnell eine ganze Stadt aus dem Boden wachsen kann, wenn neue politische Grenzen gezogen werden. Die breiten Straßen und ordentlichen Blocks sind völlig anders als die engen, verwundenen Gassen des älteren Viertels.
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