Chapelle Saint-Étienne de l'île de Ratonneau, Neoklassizistische Kapelle auf der Insel Ratonneau, Frankreich
Die Kapelle Saint-Étienne auf der Insel Ratonneau ist ein neoklassisches Gebäude mit Elementen eines griechischen Tempels, das sich durch klare Linien und ausgewogene Proportionen auszeichnet. Die kleine Kirche steht inmitten der historischen Hafenanlage und bildet das religiöse Zentrum der früheren Quarantänestation.
Das Gebäude wurde 1828 von Michel-Robert Penchaud als Teil eines Quarantänekomplexes für ankommende Schiffe konzipiert und gebaut. Sie entstand während einer Zeit, in der Marseille viele Schiffe aus fernen Ländern empfing und Schutzmaßnahmen gegen Krankheiten notwendig waren.
Die Kapelle war lange Zeit der spirituelle Ort für Seeleute, die in Quarantäne auf ihre Freigabe warteten und von ihren Schiffen aus an den Gottesdiensten teilnehmen konnten.
Die Kapelle ist durch regelmäßige Fährverbindungen vom Alten Hafen Marseilles zur Insel Ratonneau erreichbar, besonders während der warmen Jahreszeit. Besucher sollten beachten, dass die Insel ein historisches Gebiet ist, daher sollte man respektvoll mit den Strukturen umgehen.
Das Besondere an dieser Kapelle ist, dass sie die Architektur eines griechischen Tempels imitiert, obwohl sie für eine praktische Funktion in einem Hafenkontext gebaut wurde. Dies war eine ungewöhnliche Wahl für ein Gebäude, das hauptsächlich für Quarantänearbeiter gedacht war.
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