La Roche-Cotard, Prähistorische Höhle in Langeais, Frankreich.
La Roche-Cotard ist eine natürliche Höhle in einem Kalksteinfelsen bei Langeais, die sich über etwa 60 Meter erstreckt und mehrere Gänge sowie einen westlichen Seiteneingang aufweist. Die Höhle gliedert sich in vier zusammenhängende Kammern, die unterschiedliche archäologische Schichten enthalten.
Die Höhle wurde 1912 erstmals systematisch ausgegraben und brachte vier verbundene Kammern mit Tierknochen und Steinwerkzeugen aus der Mousterien-Zeit ans Licht. Diese Funde stammen aus der Zeit der Neandertaler, lange bevor anatomisch moderne Menschen in der Region ankamen.
Die Höhle war ein Ort, an dem Neandertaler Kunstwerke schufen und ihre Fähigkeiten zur Bildgestaltung zeigten. Diese Ausdrucksform weist darauf hin, dass sie mehr waren als nur Jäger und Sammler.
Das Gelände ist gut zugänglich und erlaubt es Besuchern, die verschiedenen Kammern und archäologischen Schichten zu erkunden. Es wird empfohlen, mit angemessenem Schuhwerk zu kommen, da der Boden uneben sein kann und die Höhle feuchte Bereiche aufweist.
Ein lokaler Feuerstein, als Mousterien-Maske bekannt, zeigt geschnitzte Merkmale, die ein menschliches oder tierisches Gesicht zu deuten scheinen. Dieses Artefakt ist eines der ältesten Beispiele einer geschaffenen Darstellung von Gesichtszügen in der prähistorischen Kunst.
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