Flèche de la cathédrale d'Amiens, Gotischer Kirchturm in Amiens, Frankreich
Die Flèche de la cathédrale d'Amiens ist eine Spitze aus hellgrauem Stein über der Vierung. Ihr unteres Geschoss ist ein achteckiger Turm mit Spitzbogenöffnungen zwischen schlanken Säulen und kleinen vorspringenden Figuren an den Ecken; ein Band aus gemeißeltem Maßwerk trennt ihn vom sich verjüngenden oberen Schaft, dessen Fläche ein diagonales Steinraster und Krabben an den Kanten trägt.
Ein erster hölzerner, mit Blei und Schiefer gedeckter Spitzhelm, im frühen 14. Jahrhundert unter Bischof Guillaume de Mâcon errichtet, wurde am 15. Juli 1528 durch einen Blitzschlag vollständig zerstört. Der heutige Spitzhelm entstand im 16. Jahrhundert: Der Zimmermann Simon Tanneau aus Beauvais leitete die Arbeiten, unterstützt von Louis Cardon aus Cottenchy, und die Montage des Holzes dauerte zwei Jahre, bevor es mit Blei gedeckt wurde. Bischof François de Halluin weihte ihn am 22. Mai 1533; 1574 gab Kardinal de Créquy nach einem erneuten Blitzschlag 1.500 Livres für die Reparatur.
Die Glocken des Turmhelms wurden am 3. September 1528 von Guillaume Cachet gegossen und wenige Tage später vom Bischof gesegnet. 1533 wurde nahe der Spitze, unter dem Eisenkreuz, ein vergoldetes Silberreliquiar mit Teilen des Wahren Kreuzes und Reliquien des heiligen Honorius und des heiligen Thomas niedergelegt. Eine Bleiplatte erinnert noch an den Brand von 1712.
Die Spitze steht über der Vierung und ist vom Kirchenboden wie von den umliegenden Straßen zu sehen; ihre Ebenen sind nicht zugänglich. Der 1887 aufgesetzte vergoldete Kupferhahn wiegt 10 kg und reicht bis 118 m. Eine Bleiplatte erinnert an den Brand vom 16. Juni 1712, den Einwohner und Dachdecker über den Flammen löschten.
Der 1887 aufgesetzte vergoldete Kupferhahn wiegt 10 kg und erreicht 118 m Höhe. Eine Bleitafel erinnert an den Blitzschlag vom 16. Juni 1712, als Dachdecker und ein Schlosser über die Flammen stiegen und den Brand löschten.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 93.264 Mitwirkenden weltweit.
