Abanotubani, Historisches Thermalviertel am Mtkvari-Fluss in Tiflis, Georgien.
Abanotubani ist ein Viertel an der östlichen Uferseite des Mtkvari-Flusses in Tbilissi, bekannt für unterirdische Thermalbäder, die durch Ziegeldome mit verzierten blauen Kacheln markiert sind. Die geometrischen Muster auf den Kacheln kennzeichnen jedes Bad und die Gebäude sind direkt am Fluss gebaut.
Das Viertel entstand, nachdem ein königlicher Falke in die heißen Quellen fiel und die Gründung Tbilisis auslöste. Seitdem entwickelte sich der Ort zu einem bedeutenden Zentrum für öffentliche Bäder, die Generationen von Bewohnern anzogen.
Die Gegend zeigt ein religiöses Nebeneinander mit georgisch-orthodoxen Kirchen, armenischen Heiligtümern, einer katholischen Kirche und einer Moschee, die alle in unmittelbarer Nähe zueinander stehen. Diese Vielfalt prägt das tägliche Bild des Viertels und zeigt, wie verschiedene Gläubige denselben Ort über Jahrhunderte hinweg geprägt haben.
Besucher sollten beachten, dass die Bäder zu verschiedenen Tageszeiten unterschiedlich voll sind und es sinnvoll ist, früh morgens oder später am Abend zu kommen. Die meisten Bäder liegen nah beieinander, sodass man leicht zwischen ihnen wechseln kann.
In früheren Zeiten gab es hier über sechzig öffentliche Bäder, die für muslimische Bewohner kostenlos waren. Diese großzügige Tradition zeigt, wie die Stadt ihre vielfältige Bevölkerung unterstützte.
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