Tschiatura, Stadt in Georgien
Chiatura ist eine Stadt in Georgien, die in einem engen Bergtal liegt und von hohen Felsrücken umgeben ist. Die Stadt ist über mehrere Ebenen verteilt, die durch ein Netz aus Seilbahnen miteinander verbunden sind, neben alten Fabrikgebäuden und schmalen Straßen.
Die Stadt entstand Ende des 19. Jahrhunderts nach der Entdeckung reicher Manganvorkommen in der Region. Im frühen 20. Jahrhundert war sie eines der wichtigsten Zentren der Manganförderung weltweit und spielte während der Russischen Revolution eine bedeutende Rolle in der bolschewistischen Bewegung.
Der Name Chiatura leitet sich vom georgischen Wort für Eisen ab, was auf die bergbauliche Vergangenheit der Stadt hinweist. An den Wänden vieler Gebäude sind Wandmalereien mit historischen Figuren aus der Sowjetzeit zu sehen, die den Alltag in den Straßen prägen.
Die Seilbahnen fahren tagsüber, aber nicht alle Linien sind immer in Betrieb, daher lohnt es sich, dies vor Ort zu überprüfen. Die Straßen der Stadt sind steil und uneben, weshalb festes Schuhwerk für das Gehen durch die Viertel empfohlen wird.
Einige der Seilbahnen wurden in den 1950er und 1960er Jahren gebaut und seitdem kaum verändert, sodass eine Fahrt einem echten Zeitsprung gleicht. Die Kabinen schwingen über der tiefen Schlucht und bieten eine Aussicht auf die Stadt, die man so kaum anderswo findet.
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