Kazchi-Säule, Kirche und Einsiedelei auf Kalksteinsäule in Imeretien, Georgien
Der Katskhi-Pfeiler ist ein Kalksteinfelsen mit einer Höhe von etwa 40 Metern, auf dessen Gipfel sich eine Klosteranlage mit zwei kleinen Kirchen und Wohnzellen befindet. Die Konstruktionen nutzen den natürlichen Stein und bieten einen Weinlagerraum, Eremitenzellen und eine Kapelle, die dem Heiligen Maximos gewidmet ist.
Der Pfeiler wurde in den 5. und 6. Jahrhunderten von georgischen Mönchen besiedelt, die ein Religionszentrums auf diesem natürlichen Felsen errichteten. Diese frühe monastische Gründung gehört zu den ältesten Überresten des asketischen Christentums in der kaukasischen Region.
Das Kloster auf der Säule wird von einem einzelnen Mönch bewohnt, der nach strengen Traditionen lebt und männliche Besucher zur Mittagszeit empfängt. Die spartanische Lebensweise hier spiegelt eine alte Form des eremitischen Glaubens wider, die bis heute praktiziert wird.
Die Zufahrt erfolgt mit dem Minibus von Tiflis nach Chiatura und dann mit dem Taxi zum Pfeiler. Es ist wichtig, tagsüber anzukommen und sich auf steile Metallleiter und schmale Plattformen vorzubereiten, da es oben keine modernen Annehmlichkeiten gibt.
Der Pfeiler war zu verschiedenen Zeiten sowohl ein Weinproduktionszentrum als auch eine Zufluchtstätte für Eremiten, was den vielfältigen Zweck dieser außergewöhnlichen Klosteranlage zeigt. Diese doppelte Funktion ist heute noch in den Überresten der Strukturen sichtbar, die beide Aktivitäten unterstützten.
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