Gega Waterfall, Gebirgswasserfall im Bezirk Gudauta, Georgien
Der Gega-Wasserfall stürzt etwa 70 Meter aus einer horizontalen Spalte im oberjurassischen Kalkstein und tritt in drei Strömen aus, die sich zu einem breiten fächerförmigen Vorhang über dunklem, moosbewachsenem Fels vereinigen. Das Wasser stammt aus dem Fluss Gega nach einem Weg durch Karstkorridore; die Höhle hinter dem Fall reicht 315 Meter in den Berg. Links markiert eine etwa 15 Meter hohe und 35 Meter breite Grotte einen weiteren Wasseraustritt.
Die Karsthöhle, aus der das Wasser tritt, bildete sich über Jahrtausende durch die Auflösung von Kalkstein in den oberen Gebirgszügen. Sowjetische Filmteams nutzten den Ort in den 1980er Jahren als Kulisse für Szenen, die eigentlich in den Schweizer Alpen spielen sollten.
Der Wasserfall heißt auch Tscherkesski, nach der Karstspalte, in der der Fluss Gega teilweise verschwindet. Sein Wasser ist eiskalt, und der Schnee am Fuß des Hangs bleibt meist bis Ende des Sommers liegen. Links vom Fall zeigt eine Grotte von etwa 15 m Höhe und 35 m Breite den Austritt von Wasser aus Seitenspalten, das als Trinkwasser geschätzt wird.
Der Weg zur Kaskade führt durch einen feuchten Wald, in dem Steine und Wurzeln rutschig werden können, besonders nach Regen. Besucher sollten festes Schuhwerk tragen und darauf achten, dass die Temperatur in der Schlucht auch im Sommer deutlich kühler bleibt als außerhalb.
Das Wasser legt einen unterirdischen Weg durch Karstkanäle zurück, bevor es unvermittelt aus der Mitte der Felswand hervortritt. An heißen Tagen bleibt die Sprühwolke am Fuß der Kaskade so kalt, dass sich Schneereste in den Felsritzen bis in den Spätsommer halten können.
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