Jakobshavn Isbræ, Auslassgletscher in Avannaata, Grönland.
Jakobshavn ist ein Auslassgletscher in Avannaata, der sich über 65 Kilometer erstreckt und an manchen Stellen mehr als 1,5 Kilometer dick ist. Er fließt vom grönländischen Eisschild in den Ilulissat-Eisfjord, wo das Eis ins Meer kalbt und Tausende von Eisbergen bildet.
Der Gletscher wurde erstmals 1851 wissenschaftlich dokumentiert, als europäische Forscher seine außergewöhnliche Fließgeschwindigkeit bemerkten. Seismologen bestätigten später, dass das Eis eine Strecke von bis zu 40 Metern pro Tag zurücklegen kann, was ihn zu einem der schnellsten Gletscher der Welt macht.
Der grönländische Name Sermeq Kujalleq bedeutet "südlicher Gletscher" und verweist auf die geografische Lage innerhalb der Diskobucht. Besucher beobachten vom Ufer aus, wie das Eis mit hörbarem Knacken ins Meer kalbt und riesige Eisblöcke ins Wasser stürzen.
Die meisten Reisenden sehen den Gletscher vom Eisfjord aus, entweder per Boot oder von Aussichtspunkten entlang der Küste nahe Ilulissat. Die besten Bedingungen herrschen im Sommer, wenn das Tageslicht länger anhält und die Eisberge im Wasser gut sichtbar sind.
Satellitenmessungen zeigen, dass sich der Gletscher in den letzten Jahrzehnten beschleunigt hat und seine Fließgeschwindigkeit verdoppelt wurde. Diese Veränderung macht ihn zu einem Schwerpunkt internationaler Klimastudien, die versuchen, zukünftige Veränderungen im arktischen Eis vorherzusagen.
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