Bistum Garðar, Archäologische Stätte und verlorene römisch-katholische Diözese in Kujalleq, Grönland
Garðar ist eine archäologische Stätte mit den Ruinen eines mittelalterlichen Kirchenkomplexes und Wohngebäuden an der grönländischen Küste. Die Steinfundamente zeigen die Struktur einer einstigen Bischofssiedlung, die sich entlang der felsigen Küstenlandschaft erstreckt.
Vom 12. bis 15. Jahrhundert war dieser Ort das Zentrum der christlichen Verwaltung in grönländischen Siedlungen und Sitz eines Bischofs. Die Besiedlung endete nach längerer Zeit der Isolation und Kontaktlosigkeit nach außen.
Der Ort zeigt in seinen Überresten die Spuren einer Begegnung zwischen nordischen Siedlern und lokalen Traditionen, sichtbar in Keramikfragmenten und Werkzeugen aus verschiedenen Kulturen. Die Funde erzählen von Menschen, die hier verschiedene Handwerkstechniken und Glaubenspraktiken miteinander verbanden.
Die Stelle liegt abgelegen und erfordert Planung im Voraus, um sie zu besuchen, da spezialisierter Transport notwendig ist. Besucher sollten lokale Reiseführer engagieren und sich auf raue Wetterbedingungen und schwierige Gelände vorbereiten.
Der Ort war einmal das nördlichste Bistum des Mittelalters in Nordamerika und zeigt, wie weit die europäische Zivilisation in dieser Zeit reichte. Die nordischen Bauweise und Steinarchitektur waren an die extremen arktischen Bedingungen angepasst.
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