Ulamertorsuaq, Granitberg in Kujalleq, Grönland
Ketil ist ein Granitberg in Südgrönland, dessen westliche Felswand über 1.000 Meter senkrecht aufsteigt und das umliegende Gelände überragt. Der Gipfel liegt auf etwa 2.010 Metern Höhe und prägt das Landschaftsbild des Tasermiut-Fjords deutlich.
Der Ketil wurde 1974 erstmals von einer österreichischen Seilschaft über die Südflanke bestiegen. Seine über 1.000 Meter hohe Westwand aus Granit wurde später zu einer Referenz für Big-Wall-Klettern, und seine eisfreien Flanken ziehen Bergsteiger in die Region des Tasermiut-Fjords.
Der grönländische Name des Berges, Uiluit Qaqqaa, bedeutet Muschelberg und spiegelt das indigene Verständnis dieser geologischen Formation wider.
Eine Besteigung erfordert umfangreiche Vorbereitung und Erfahrung im alpinen Bergsteigen, da die abgelegene Lage extreme Wetterbedingungen mit sich bringt. Besucher sollten mit lokalen Guides arbeiten und robuste Ausrüstung sowie Kenntnisse für Granitfelskletterei mitbringen.
Manche Quellen geben den Ketil mit 2.003 m statt 2.010 m an, und seine Granitwände werden mit denen des Tiningnertok (Apostelen Tommelfinger) an der Ostküste Grönlands verglichen. Er ist einer der wenigen Berge Grönlands ohne dauerhafte Eiskappe.
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