Schatzhaus des Atreus, Kuppelgrab in Mykene, Griechenland.
Das Schatzhaus des Atreus ist eine Kuppelgrabtombe in der Gemeinde Argos-Mykines in Griechenland und zählt zu den größten Anlagen dieser Art aus der Bronzezeit. Die innere Kammer weist eine kreisrunde Form auf und wurde durch Schichten von zugehauenen Steinblöcken errichtet, die nach innen geneigt sind und eine gewölbte Decke bilden.
Die Anlage entstand um 1250 vor Christus während der späten mykenischen Periode und zeigt den technischen Fortschritt jener Epoche im Mittelmeerraum. Über Jahrhunderte blieb die Konstruktion unter Erde verborgen, bis Ausgrabungen im 19. Jahrhundert sie wieder ans Licht brachten.
Der ursprüngliche Zugang führt durch eine Passage mit massiven Steinblöcken, die ohne Mörtel aufeinandergesetzt wurden und die Bauweise der mykenischen Zeit zeigen. Die Anlage diente als letzte Ruhestätte für hochrangige Personen und verdeutlicht durch ihre Größe die gesellschaftliche Hierarchie der damaligen Bewohner der Region.
Die Grabanlage befindet sich außerhalb der Stadtmauern von Mykene und ist das ganze Jahr über begehbar, wobei festes Schuhwerk wegen des unebenen Geländes ratsam ist. Der Innenraum bleibt kühl und bietet Schutz vor der Sonne, sodass Besucher auch an heißen Tagen Erleichterung finden.
Der Eingangsbereich wird von einem gewaltigen Steinbalken überspannt, der zu den schwersten jemals verwendeten Bauteilen der prähistorischen Zeit zählt. Wer genau hinsieht, kann an den Wänden noch Spuren der Werkzeuge erkennen, mit denen die Blöcke bearbeitet wurden.
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