Eisenbahnbrücke Újpest, Eisenbahnbrücke in Nord-Budapest, Ungarn.
Die Újpest-Eisenbahnbrücke führt die Strecke Budapest–Esztergom über die Donau und die Insel Népsziget. Ihr dunkelgrüner Stahlüberbau liegt als flacher Obergurt über wiederkehrenden dreieckigen Fachwerkfeldern mit X-Mustern, getragen von Betonpfeilern, die aus dem Wasser ragen. Der Umbau von 2008 ersetzte den Stahlüberbau und verstärkte die Pfeiler; ein kurzes Stück der alten Brücke steht als begehbares Exponat im Bahnhistorischen Park Budapest.
Der Eigentümer der Esztergomer Bahnlinie, die italienische Firma Fratelli Marsiglia et Co., ließ die eingleisige Brücke ab 1894 errichten; der Stahlbau entstand im Werk der Ungarischen Staatsbahnen, und am 3. November 1896 fuhren die ersten Züge darüber. Weihnachten 1944 sprengten zurückweichende deutsche Truppen die Brücke; ein erhaltenes Segment diente bis 2001 als Eisenbahnbrücke in Simontornya. Der wiederaufgebaute Bau, für den Teile der abgebauten „K“-Brücke der Összekötő-Bahn verwendet wurden, wurde 1955 eröffnet.
Die Brücke wird oft fälschlich „Nördliche Verbindungsbahnbrücke“ genannt, wohl wegen der Symmetrie der Budapester Eisenbahnbrücken. Tatsächlich entstand sie nur für die Esztergomer Linie, während die südliche Verbindungsbahnbrücke Kelenföld und Ferencváros über den Körvasút verbindet. Seit 2009 verlaufen ein Fußweg und ein markierter Radweg auf dem nördlichen Steg.
Die Brücke trägt auf ihrer Nordseite einen Gehweg und einen markierten Radweg, die nach dem Umbau am 30. Mai 2009 wiedereröffnet wurden. Die Züge verkehren auf der Strecke Budapest–Esztergom mit Halten in Aquincum am Budaer Ufer und Újpest am Pester Ufer; die Metrostation Újpest-városkapu (Linie M3) liegt am Pester Brückenende. Vom Népsziget-Ufer und vom Pester Damm sind die grünen Fachwerke und die Pfeiler am nächsten zu sehen.
Die wiederaufgebaute Brücke verwendete Stahl der abgebauten provisorischen „K“-Brücke an der Verbindungsbahnbrücke, und ihre Probebelastung 1955 erfolgte mit vier Lokomotiven der Reihe 424. Ein Segment der ursprünglichen Brücke überstand die Sprengung von 1944 und diente bis 2001 als Eisenbahnbrücke in Simontornya.
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