Újpest town hall, Verwaltungsgebäude im IV. Bezirk von Budapest, Ungarn.
Das Rathaus von Újpest ist ein zweigeschossiges Gebäude des Eklektizismus-Secessionsstils am Szent-István-Platz, das 1900 nach Plänen von Henrik Böhm und Ármin Hegedűs fertiggestellt wurde. Sein Hauptgiebel trägt eine Rolandstatue, das Symbol der städtischen Selbstverwaltungsrechte, und ein Balkon an der rückwärtigen, dem Platz zugewandten Fassade diente für Ansprachen an Versammlungen. Im Erdgeschoss waren Läden vermietet, darunter ein Kaffeehaus.
Die Verwaltung von Újpest wurde in den Büros an der Ecke József- und Attila-Straße zu eng, daher beschloss die Gemeinde 1895 ein zweistöckiges Rathaus am Szent-István-Platz. Den Wettbewerb von 1898 gewannen Henrik Böhm und Ármin Hegedűs; der örtliche Unternehmer Gyula Schreiber begann am 13. Mai 1899 mit einem Budget von 200.000 österreichisch-ungarischen Forint. Fertiggestellt wurde der Bau im Sommer 1900, verändert für das Bezirksgericht und ein Gefängnis im Souterrain.
Das Erdgeschoss wurde von Anfang an an Geschäfte vermietet; eines davon war ein Kaffeehaus, das in Mihály Babits' 1923 erschienenem, in Újpest spielendem Roman Kártyavár vorkommt. Auf dem Hauptgiebel steht eine Rolandstatue, ein Ritter als Sinnbild des Selbstverwaltungsrechts der Stadt. Ein Balkon an der Rückseite zum Szent-István-Platz diente dazu, Reden an die unten versammelte Menge zu richten.
Das Rathaus befindet sich an der István út 14 und dient als Verwaltungszentrum des IV. Bezirks mit Büros und öffentlichen Diensten. Wenn du das Gebäude besuchst, kannst du die architektonischen Details von außen betrachten oder Informationen zur Bezirksverwaltung einholen.
Die Renovierung von 1999 ließ einen roten Stern im Budapester Wappen an der Hauptfassade zurück, ein leicht zu übersehendes Detail. Im Keller befand sich zudem ein Gefängnis, das einzog, als während der Bauarbeiten das Bezirksgericht hierher verlegt wurde.
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