Water tower, Wasserturm im Bezirk Újpest, Ungarn
Der Wasserturm von Újpest ist ein Bauwerk aus Stahlbeton und Ziegel, errichtet 1911–1912, mit einem unteren Ziegelabschnitt von 9,5 m Innendurchmesser und 1,8 m dicken Wänden an der Basis. Er enthält ein stählernes Intze-Becken von 1.500 m³ mit 15 m Durchmesser, und sein Fundament ist eine Betonplatte von 19 m Durchmesser und 2,4 m Dicke. Der Turm verjüngt sich an den Konsolen auf etwa 11,6 m Außendurchmesser und erreicht eine Höhe von 27 m.
1905 beschloss die selbstständige Stadt Újpest ein Wasserleitungsnetz; die belgische Compagnie Générale des Conduites d'Eau gewann die Ausschreibung und gründete 1910 die Ister Magyar Vízmű Rt. Győző Mihailich entwarf die Tragkonstruktion, Ödön Dümmerling die Architektur, Bauunternehmer war Gyula Schreiber. Die Erdarbeiten begannen am 3. Juli 1911, die Übergabe erfolgte am 8. Juli 1912.
Der Wasserturm prägt das Erscheinungsbild des Viertels mit seiner massiven Silhouette aus Beton und Eisen. Er verkörpert den Stil der frühen Industriearchitektur, die das Stadtbild dieser Gegend formte.
Der Turm steht in Újpest, im IV. Budapester Bezirk, auf der flachen Pester Seite. Seit Februar 2003 ist er außer Betrieb, eine Innenbesichtigung gibt es nicht; man betrachtet ihn von den umliegenden Straßen aus. Eine Gedenktafel an seiner Seite erinnert an den Partisanenüberfall von 1944.
Im Dezember 1944 überfielen ungarische Partisanen die an der Turmstationierten Wachen der Pfeilkreuzler und nahmen den im Inneren gelagerten Sprengstoff an sich, der wohl zu seiner Sprengung bestimmt war. Eine Gedenktafel an der Turmseite erinnert an diesen Überfall, der dem Viertel seine Wasserversorgung erhielt.
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