Batthyány tér, Platz in Budapest, Ungarn
Der Batthyány-Platz ist ein gepflasterter Platz am Buda-Ufer der Donau, etwa gegenüber dem Parlament. Seine Nordseite schließen die barocke Sankt-Anna-Kirche, 1740–1761 von den Jesuiten erbaut, und das ehemalige Elisabethinenkloster. Ein Glaspavillon in der Mitte führt hinunter zur Metro M2 und zur HÉV-Endstation, die Markthalle liegt an der Fő utca.
Der Platz hieß ab 1695 Oberer Markt, ab 1874 Bombenplatz nach den in seinem Militärwachhaus gelagerten Kanonenkugeln, und erhielt 1905 den Namen Batthyány tér. Sein Niveau wurde 1872 zum Hochwasserschutz angehoben, sodass ältere Tore einige Stufen unter der Straße liegen. Von 1946 bis 1960 stand hier ein Brückenkopf der Kossuth-Brücke, an den heute eine Gedenktafel erinnert.
Der Platz ist nach Lajos Batthyány benannt, der 1849 hingerichtet wurde; sein Denkmal wurde hier 2008 aufgestellt. Die angrenzende Markthalle, 1901 fertiggestellt, dient Käufern frischer Waren und ungarischer Spezialitäten. Die von den Jesuiten zwischen 1740 und 1761 erbaute Szent-Anna-Kirche liegt gegenüber dem Platz.
Batthyány tér ist Endstation der HÉV-Vorortbahn nach Szentendre und liegt an der Metrolinie M2; auf dem Platz selbst halten Straßenbahn und Bus. Zur M2-Station gelangt man über einen Glaspavillon in der Platzmitte. Da das Gelände 1872 aufgeschüttet wurde, liegen mehrere Türen der älteren Gebäude einige Stufen unter dem Straßenniveau.
Das Négy évszak ház (Haus der vier Jahreszeiten) in der Nummer 3 wurde vom Baumeister Kristóf Hikisch errichtet, der das Grundstück 1793 von der Familie Jakosevics kaufte und dort bis zu seinem Tod 1809 wohnte. Über dem Gesims des Erdgeschosses stellen vier Puttenreliefs die Jahreszeiten dar. Nach Renovierungen 1956 und 2008 erhielt die Fassade damals statt Grau einen weiß-rosa Anstrich.
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