Militäramphitheater von Aquincum, Römisches Militäramphitheater im Bezirk Óbuda, Budapest, Ungarn
Das Aquincum-Militäramphitheater ist eine römische Ruine in Óbuda mit einer ovalen Arena, die von Erdwällen und teilweise erhaltenen Steinmauern umgeben ist. Der Komplex hatte zwei Haupteingänge und besondere Bereiche für wilde Tiere, die an gegenüberliegenden Enden der kürzeren Achse angeordnet waren.
Das Bauwerk entstand um 145 n. Chr. auf Initiative der Legio II Adiutrix, einer römischen Militäreinheit, die das Gelände der heutigen Stadt besiedelte. Die Legionäre nutzten dabei eine natürliche Bodensenke als Grundlage für ihre Konstruktion.
Der Ort war Zentrum für Gladiatorenkämpfe und Tierkampfspiele, die Soldaten und Zivilbevölkerung anzogen. Heute kann man noch nachvollziehen, wie diese Veranstaltungen das soziale Leben der römischen Militärgemeinschaft prägten.
Das Areal ist frei zugänglich und liegt in einem Wohngebiet, daher sollte man es mit Respekt für die Umgebung besichtigen. Die besten Einblicke erhält man in den frühen Morgen- oder späten Nachmittagsstunden, wenn weniger Menschen vor Ort sind.
An den Altären im Heiligtum finden sich eingemeißelte Widmungen an die Göttin Nemesis, die Schutzpatronin von Gladiatoren und Tierkämpfern. Diese Inschriften zeigen, wie tiefgreifend religiöse Überzeugungen mit den täglichen Kämpfen verflochten waren.
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