Gyugyi Collection, Porzellanmuseum im Zsolnay Kulturviertel, Pécs, Ungarn
Die Gyugyi-Sammlung ist eine Zsolnay-Porzellanausstellung im Sikorski-Haus, einer Jugendstilvilla im Zsolnay-Kulturviertel von Pécs. Sie umfasst fast 700 einzelne Keramikobjekte, sechs Aquarellentwürfe und zwei Fotoalben, vor allem Vasen und Gefäße aus den Jahren 1870 bis 1930, mit Schwerpunkt auf dem frühen Historismus 1878–1885 und der Jugendstilzeit 1898–1908.
Im August 2009 vereinbarte László Gyugyi, ein in den USA lebender Elektroingenieur und Sammler, seine private Zsolnay-Sammlung für die Hälfte des geschätzten Marktwerts von 2,5 Millionen Euro an die Stadt Pécs zu verkaufen. Die Stadt sagte eine eigene Ausstellung zu, und die Villa Sikorski im Jugendstil war das erste fertiggestellte Gebäude im Zsolnay-Kulturviertel. Staatspräsident Pál Schmitt eröffnete die Schau am 1. September 2010.
Die Ausstellung wurde am 1. September 2010 eröffnet, und zwar von Staatspräsident Pál Schmitt. Ihr Titel „Die Gyugyi-Sammlung – Das goldene Zeitalter von Zsolnay“ ordnet die Stücke den historistischen und den Jugendstilphasen der Fabrik zu. Ein bemalter Teller, von Vilmos Zsolnay eigenhändig signiert und datiert, stammt von József Rippl-Rónai; die meisten Objekte waren auf Weltausstellungen in Paris (1878, 1900), Sydney (1879) oder Antwerpen (1894) zu sehen.
Das Museum befindet sich in einem leicht zugänglichen Bereich des Kulturviertels und kann zu Fuß erkundet werden. Planen Sie Zeit für einen gemütlichen Rundgang ein, um die vielen Details der Objekte zu betrachten, da die Sammlung dicht gepackt ist.
Viele Stücke wurden direkt aus den Fabriköfen ausgewählt und stellen Meisterwerke dar, die selten in andere Sammlungen gelangten. Diese direkten Verbindungen zur Produktion machen sie zu besonders repräsentativen Beispielen der handwerklichen Qualität jener Jahre.
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