Synagogue de Hegedűs Gyula utca, Neologe Synagoge in Budapest, Ungarn
Die Synagoge an der Hegedűs Gyula-Straße ist ein Ziegelbau mit breiten Fenstern und geometrischen Mustern, der Merkmale der Architektur des frühen 20. Jahrhunderts trägt. Das Innere zeigt klare Linien und funktionales Design, das für Neologisten-Synagogen dieser Zeit typisch ist.
Der Bau wurde 1911 von Architekt Béla Vajda entworfen und unter der Aufsicht von Lipót Baumhorn zwischen 1911 und 1927 fertiggestellt. Sie entstand zu einer Zeit, als Budapest seine jüdische Infrastruktur schnell modernisierte und erweiterte.
Die Synagoge spiegelt den Geist des neologischen Judentums wider, einer Bewegung, die traditionelle jüdische Praktiken mit modernen Ideen verbindet. Besucher können hier sehen, wie sich die jüdische Gemeinschaft von Budapest an ihre Zeit angepasst hat, während sie ihre Wurzeln bewahrte.
Das Gebäude befindet sich im Bezirk Újlipótváros und ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln leicht zu erreichen. Besucher sollten beachten, dass es sich um einen aktiven Gebetsort handelt und entsprechend respektvolles Verhalten erwartet wird.
Das Gebäude war eines der letzten großen jüdischen Bauprojekte, die vor dem Zweiten Weltkrieg in Ungarn fertiggestellt wurden. Es überstand die Kriegsjahre und steht heute als Zeugnis einer blühenden jüdischen Kultur, die in der Stadt fast vollständig zerstört wurde.
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