Margaretenbrücke, Straßen- und Eisenbahnbrücke in Budapest, Ungarn
Die Margaretenbrücke ist eine Straßen- und Schienenbrücke in Budapest, Ungarn, die sich über 607 Meter erstreckt und aus drei Segmenten besteht, welche beide Donauufer mit der Margareteninsel verbinden. Die Konstruktion aus Stahl ruht auf kräftigen Pfeilern und verfügt über charakteristische Bögen, die dem Bauwerk seine markante Form verleihen.
Der französische Ingenieur Ernest Goüin entwarf die Brücke und baute sie zwischen 1872 und 1876, wodurch sie zur zweiten dauerhaften Querung des Flusses in der Stadt wurde. Deutsche Truppen sprengten sie 1945 während des Krieges, doch der Wiederaufbau erfolgte zwischen 1946 und 1948 mit Anpassungen an den ursprünglichen Plan.
Die Brücke verbindet die beiden Stadthälften mit der zentralen Insel und ist ein wichtiger Knotenpunkt für Pendler, die täglich zwischen den Ufern wechseln. Viele Bewohner nutzen die Tramgleise, um schnell über den Fluss zu kommen, während Radfahrer und Fußgänger eigene Wege an der Nordseite haben.
Das Überqueren dauert zu Fuß etwa zehn Minuten, während Radfahrer eigene Spuren nutzen und Autofahrer vier Fahrspuren zur Verfügung haben. Der Zugang zur mittleren Insel erfolgt über eine Rampe, die von der Mitte des Bauwerks abzweigt, sodass Besucher direkt dorthin gelangen können.
Während der Renovierung im Jahr 2011 fanden Arbeiter im Flussbett historische Objekte und menschliche Überreste, die neues Licht auf Ereignisse aus dem Zweiten Weltkrieg warfen. Die Entdeckungen halfen Forschern, bisher unbekannte Details über die letzten Kriegstage in der Stadt zu verstehen.
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