Cistercian Church, Barockkirche in Eger, Ungarn
Die Zisterzienserkirche in Eger, offiziell Sankt Bernhard und Sankt Franz Borgia, steht in der Széchenyi-István-Straße 15 gegenüber dem Haus der Künste. Ihre doppeltürmige Fassade blickt nach Osten, mit einer Vorhalle, die zwischen den Türmen das Zisterzienserwappen trägt. Der einschiffige Innenraum hat je vier Seitenkapellen auf beiden Seiten mit darüberliegenden Oratorien und einen Hauptaltar, der Abrahams Opfer und Christi Kreuzigung zeigt, mit einer knienden Statue des heiligen Franz Borgia.
Der Bau begann 1700 und wurde durch kriegerische Wirren unterbrochen, bis die Fertigstellung 1743 erfolgte. Die Bauphase erstreckte sich damit über mehrere Jahrzehnte, während derer gesellschaftliche Umbrüche das Projekt prägten.
Der volle Name ehrt den heiligen Bernhard und den heiligen Franz Borgia; 1776 übernahmen die Zisterzienser Kirche und Schule von den Jesuiten. Der Hochaltar zeigt Abrahams Opfer als Vorausdeutung der Kreuzigung, davor kniet eine Statue des heiligen Franz Borgia. Der Marien-Seitenaltar von 1744 birgt eine Kopie des 18. Jahrhunderts nach dem Gnadenbild der Wiener Burgkapelle, vor dem man für die Vertreibung der Türken betete.
Die Kirche steht in der Széchenyi-István-Straße 15 gegenüber dem Haus der Künste, von der Straße durch einen kleinen Vorgarten mit geschwungener Zufahrt zurückgesetzt. Sie ist während der Öffnungszeiten das ganze Jahr über kostenlos und ohne Anmeldung zu besichtigen. Hochzeiten finden nur samstags statt, und eine ökumenische Trauung kann ein Geistlicher fast jeder Konfession halten.
Ein großer Glockenguss von 1830 hängt noch immer im Gebäude und stammt aus einer Zeit, als Glockenherstellung eine hochentwickelte Kunstform war. Dieses Objekt gehört zu den wenigen großen, unveränderten historischen Glocken des Landes.
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