Megyer-hegyi Tarn, Geschützter See in Sárospatak, Ungarn.
Der Megyer-hegyi Tarn ist ein Bergsee in einem Felsenbecken mit steilen Wänden und klarem Wasser, das etwa 6 Meter tief ist. Die Felswände ragen etwa 70 Meter hoch auf und bilden einen geschlossenen Kessel, in dem sich das Wasser sammelt.
Das Gebiet war vom 15. Jahrhundert bis 1907 ein Steinbruch, in dem Arbeiter Rhyolittuff abbaueten, um Mühlsteine herzustellen. Mit dem Ende des Abbaus wurde das Gelände verlassen und später unter Schutz gestellt.
Die Bergleute, die hier arbeiteten, hinterließen Spuren ihrer Tätigkeit in den Felsen – man sieht noch heute unvollendete Mühlsteine und kleine Nischen, die sie in die Felswände gruben. Diese Überreste zeigen, wie die Menschen vor Jahrhunderten hier lebten und arbeiteten.
Man erreicht den See über Wanderwege von den Weinbergen der Region aus, wobei die letzte Strecke durch eine enge Felsspalte zum Wasser hinabführt. Die meisten Besucher kommen zum Wandern und zum Erkunden der Felsformation.
Der Ort beherbergt eines der längsten Via-Ferrata-Systeme Ungarns mit Seilen und Metallsprossen, das es Besuchern ermöglicht, die Felswand hochzusteigen. Unterwegs kann man etwa 17 verschiedene Gesteinsformationen sehen, die die geologische Geschichte der Region offenbaren.
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