Lónyay Mansion, Romantik-Herrenhaus in Bodrogolaszi, Ungarn.
Das Lónyay Herrenhaus ist ein Wohngebäude aus der Romantik in Bodrogolaszi, das Merkmale von etwa 1860 zeigt. Der Bau besitzt aufwändig gestaltete Außenmauern mit verzierter Fenster- und Türrahmen, die für den Stil dieser Zeit charakteristisch sind.
Das Schloss entstand in den 1860er Jahren im Auftrag von Ödön Lónyay nach Plänen von Miklós Ybl unter der Leitung von Ödön Klein. Sein Sohn Elemér erbte es und nutzte es mit seiner Frau, Prinzessin Stéphanie von Belgien, als Sommerresidenz; das Paar floh im Zweiten Weltkrieg nach Pannonhalma und vermachte sein Vermögen dem Benediktinerorden. Das Gebäude wurde dennoch verstaatlicht und beherbergte bis zur Wende ein Kinderheim, dann kam es an die Benediktiner, die es 2007 für 99 Jahre der Gemeinschaft Chemin Neuf übergaben.
Der Name des Schlosses erinnert an die Familie Lónyay: Ödön Lónyay gab den Bau in Auftrag, sein Sohn Elemér nutzte es mit seiner Frau Stefánia, einer belgischen Königstochter, als Sommerresidenz. Im Park legte die Gemeinschaft Chemin Neuf den Házaspárok útja an, den Weg der Ehepaare, dessen Name auf verheiratete Paare verweist.
Besuche sind nach vorheriger Absprache mit der Chemin-Neuf-Gemeinschaft möglich, die das Gebäude nutzt; der Park mit dem von ihr angelegten „Házaspárok útja“ (Weg der Ehepaare) lässt sich zu Fuß durchqueren. Das Schloss liegt wenige hundert Meter von der Bodrog und rund 200 m von der Bahnstrecke entfernt.
Das Herrenhaus verlor seinen Denkmalstatus wegen der im Laufe der Jahrzehnte durchgeführten Umbauten. Im Park legte die Gemeinschaft Chemin Neuf den sogenannten Weg der Ehepaare an, und die Lónyay-Güter reichten einst über die Bodrog bis ans andere Ufer.
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