Tokaj Castle, Mittelalterliche Burgruine in Tokaj, Ungarn.
Tokaj Castle ist eine Burgruine am Zusammenfluss von Bodrog und Theiß in Tokaj, Ungarn. Von der einstigen Festung sind vor allem Mauerreste und Fundamentspuren übrig geblieben, die sich zwischen Weinhängen und Bäumen verteilen.
Die ursprüngliche Siedlung auf diesem Hügel wurde während der mongolischen Invasion zerstört und im 14. Jahrhundert durch eine steinerne Festung ersetzt. Diese neue Burg sicherte jahrhundertelang die Grenzregion, bis sie im frühen 18. Jahrhundert absichtlich gesprengt wurde.
Der Name Tokaj ist in der Weinwelt bekannt, doch die Burgruine erinnert daran, dass dieser Ort früher auch ein militärischer Knotenpunkt war. Wer heute die Überreste besucht, sieht Weinberge und Flusslandschaft aus einer Perspektive, die einst Wächtern und Soldaten vorbehalten war.
Der Weg vom Stadtzentrum Tokajs zu den Ruinen ist gut ausgeschildert und für normale Fußgänger geeignet. Von oben bietet sich ein weiter Blick über die Flüsse und die umliegenden Weinberge, weshalb ein Besuch bei gutem Wetter am lohnendsten ist.
Franz II. Rákóczi ließ die Festung 1705 eigenhändig zerstören, damit sie nicht in die Hände feindlicher Truppen fallen konnte. Diese gezielte Sprengung macht Tokaj zu einer der wenigen Burgen Ungarns, die nicht durch Krieg, sondern durch ihren eigenen Befehlshaber zur Ruine wurde.
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