Immaculate Conception Church in Eger, Katholische Kirche in Eger, Ungarn
Die Franziskanerkirche Mariä Unbefleckte Empfängnis steht in der Kossuth-Lajos-Straße 14; ihre nordwestliche Fassade wird von zwei Türmen und einem Mittelrisalit mit Volutengiebel gerahmt. Das einschiffige Langhaus ist mit böhmischen Kappen gewölbt und endet in einem gerade geschlossenen Chor; an der Eingangsseite läuft eine Empore. Westlich umschließt das barocke Kloster einen quadratischen Hof, dessen Erdgeschossarkaden später verglast wurden.
Am 21. März 1688, drei Monate nach der Rückeroberung Egers von den Osmanen, übergab Kammerkommissar Fischer Mihály den Franziskanern die damalige türkische Moschee in der Hatvani Gasse, der heutigen Kossuth Lajos utca; Ausgrabungen von 1988 zeigten, dass die Moschee aus der mittelalterlichen Sankt-Demeter-Kirche umgebaut worden war. Der barocke Bau begann 1701 mit dem klosterseitigen Turm, in dem eine 1705 in Kassa auf Befehl von Ferenc II. Rákóczi gegossene Glocke hing. Bischof Erdődy Gábor legte 1736 den Grundstein des 1744 geweihten Chors; die Moschee wurde abgetragen und das Schiff 1750–1753 errichtet, Fassade und beide Türme vollendete Nitsmann János 1772–1776.
Die Einheimischen nennen sie „Barátok temploma“, Kirche der Brüder. Die Marianische Legion hat hier eines ihrer der Regia Budapest unterstellten Comitium-Zentren und arbeitet eng mit der Egerer Organisation der Englischen Fräulein zusammen, deren Haus im Nachbarblock in der Kossuth Lajos utca 8 steht. Das ganze Jahr über werden in der Kirche Trauungen gefeiert.
Die Kirche steht in der Kossuth Lajos utca 14, ihr Haupteingang liegt zur Straße. Sie ist während der Öffnungszeiten das ganze Jahr über kostenlos zugänglich, und ganzjährig werden dort Hochzeiten gefeiert. Der Klosterbau schließt westlich an die Kirche an.
Die 1.500 kg schwere Glocke im Ostturm, auf d1 gestimmt, stammt aus dem 19. Jahrhundert und wird selten geläutet; neben ihr hingen einst zwei weitere Glocken, eine mit 191 kg (d2) und eine mit 42 kg (a2), die beide eingezogen wurden. Die Steintafel über dem Tor trägt ein Chronogramm, die Mater-Dolorosa-Statue am Kreuz rechts daneben ein weiteres.
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