Maria-Valeria-Brücke, Stahlbrücke zwischen Esztergom, Ungarn und Štúrovo, Slowakei
Die Mária-Valéria-Brücke ist eine 500 Meter lange stählerne Straßenbrücke über die Donau bei Stromkilometer 1718,8, die die Prímás-Insel in Esztergom mit Štúrovo verbindet. Ihre beiden erhaltenen bogenförmigen Fachwerkfelder ruhen auf massiven hellen Steinpfeilern, während die drei mittleren Felder 2001 neu gebaut wurden; der Unterschied zwischen alten und neuen Bauteilen ist an den Hauptträgern und ihren Befestigungspunkten zu erkennen. Die Fahrbahn ist flach, auf dem rechten Bauwerk stehen Leuchten, am linken Bogen hängt ein kleines blaues Schild.
Die Brücke wurde 1895 nach Entwürfen des Ingenieurs János Feketeházy eröffnet und verband zum ersten Mal die beiden Flussseiten. Sie wurde in beiden Weltkriegen zerstört und blieb Jahrzehnte lang außer Betrieb, bis sie Anfang der 2000er Jahre wieder aufgebaut wurde.
Die Brücke trägt den Namen der Erzherzogin Marie Valerie von Österreich und verbindet zwei Gemeinden, die seit langem durch den Fluss getrennt sind. Sie ist ein Ort, wo Menschen aus beiden Ländern aufeinandertreffen und täglich ihre Grenzen überqueren.
Der Übergang verläuft ohne Grenzkontrollen, da beide Länder dem Schengen-Raum angehören und freien Verkehr ermöglichen. Fußgänger und Radfahrer können die Brücke nutzen und kommen dabei leicht von einer Seite zur anderen.
Die beiden erhaltenen Seitenöffnungen stammen vom Bau von 1895, die drei mittleren Öffnungen wurden 2000–2001 vollständig neu gefertigt. Der Unterschied zwischen alten und neuen Bauteilen ist an der Form der Hauptträger und ihren Befestigungspunkten zu erkennen. Die wiederaufgebaute Fahrbahn erhielt 9,5 Meter lichte Höhe und einen stärker gewölbten Verlauf, was einen späteren Eisenbahnbetrieb ausschloss.
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