György Ráth Museum, Kunstmuseum im VI. Bezirk, Budapest, Ungarn.
Das György Ráth Museum nutzt eine 1880 erbaute eklektische Villa am Városligeti fasor 12 in Terézváros, die der Sammler György Ráth 1901 erwarb. Géza Györgyi baute sie um, Gyula Jungfer schmiedete das Treppengeländer, Pál Horti entwarf die Möbel der Halle. Seit 2018 zeigen die Räume rund 600 Jugendstilobjekte aus dem Museum für Angewandte Kunst, darunter Zsolnay-Keramik, Glas von Gallé und Tiffany sowie Schmuck von Lalique.
Das Museum wurde 1906 gegründet und basiert auf der privaten Sammlung von György Ráth, der der erste Generaldirektor des Museums für Angewandte Kunst war. Seine Sammelleidenschaft und seine Position machten ihn zu einer einflussreichen Figur bei der Förderung von Kunsthandwerk in der frühen Zeit des Museums.
Der Name des Museums geht auf seinen Gründer György Ráth zurück, dessen persönliche Sammlung die Grundlage des Hauses bildete. Besucher können heute noch sehen, wie ein wohlhabender Sammler des frühen 20. Jahrhunderts seine Räume gestaltet und genutzt hat, was einen Einblick in die Lebenswelt dieser Zeit gibt.
Die Villa steht in der Városligeti fasor 12 im VI. Bezirk Terézváros auf der Pester Seite, wenige Gehminuten vom Stadtwäldchen und der Andrássy-Straße entfernt. Der Eingang liegt an der Straße, die Ausstellung verteilt sich auf wenige Etagen, sodass ein Besuch in eineinhalb bis zwei Stunden passt.
Das Erdgeschoss bewahrt seine ursprüngliche Raumaufteilung mit spezifischen Funktionsbereichen wie Empfangshalle, Arbeitszimmer und Bildergalerie. Diese Erhaltung des Wohnbereichs ermöglicht es Besuchern, die Lebenswirklichkeit eines kunstliebhabenden Sammlers aus jener Zeit unmittelbar zu erleben.
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