Ságberg, Vulkanischer Berg in Celldömölk, Ungarn.
Der Ság ist ein 279 Meter hoher vulkanischer Zeugenberg, der sich etwa 150 Meter über Celldömölk im Komitat Vas in Ungarn erhebt. Seine unteren Hänge bestehen aus sandigen pannonischen Sedimenten, während der obere Kegel aus vulkanischem Tuff und einer 50 Meter dicken Basaltdecke besteht. Der Steinbruchbetrieb hinterließ Halden und innere Abbauhöfe, und der Ság-Vulkanlehrpfad zeigt die im Schlot des letzten Ausbruchs erstarrte Lava.
Der Ság ist der erodierte Rest eines vor rund fünf Millionen Jahren tätigen Vulkans, dessen Lava eine 50 Meter dicke Basaltdecke über Tuff und sandigen pannonischen Schichten bildete. Römer brachen seinen Basalt für den Bernsteinweg und die Straßen von Savaria. Der neuzeitliche Abbau begann 1909 mit der Sághegyi Bazaltbánya Rt., lief ab 1911 im großen Stil und endete 1957 nach etwa 17 Millionen Tonnen Gestein.
Der Berg wurde als Drehort für Farthen Dûr in der Verfilmung von Eragon genutzt und ist dadurch bei Fans des Fantasy-Films bekannt.
Der geologische Lehrpfad Ság Vulkánösvény führt durch den ehemaligen Basaltsteinbruch, wo die im Schlot des letzten Ausbruchs erstarrte Lava zu sehen ist. Auf dem Gipfelplateau stehen das kreuzförmige Trianon-Denkmal und die Basaltsäule von 1971, die an Eötvös Loránds Messungen von 1891 erinnert. Das Sághegyi-Museum in einem restaurierten Bergwerksgebäude und der Kemenes Vulkán Park in dessen Garten liegen am Fuß des Hügels.
Die 148 Meter geben die Höhe des Berges über der Ebene an, nicht seine Schartenhöhe: Der Gipfel liegt auf 279 Metern, und die Stadt Celldömölk breitet sich halbkreisförmig an seinen Hängen aus. Eötvös Loránd maß hier 1891 mit seiner Torsionswaage; eine 1971 aufgestellte Basaltsäule von Antal Károly erinnert daran.
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