Burg Somló, Burgruine in Somlószőlős, Komitat Veszprém, Ungarn
Die Burg Somló ist eine Ruine an der Nordseite des Basaltbergs Somló bei Doba. Ihr unregelmäßiger Grundriss umfasst Innentürme und mehrere Höfe, die über eine erhaltene Zugbrücke über einen acht Meter langen Trockengraben erreichbar sind. Der sechseckige Turm, einst als Küche gedeutet und heute als Kapelle angesehen, ist das kennzeichnendste Bauwerk. Geschnitzte Tür- und Fensterrahmen aus der Zeit Bakócz’ sind erhalten.
Die Burg wurde 1352 erstmals als castrum Somlo urkundlich erwähnt, als König Ludwig der Große sie János, Sohn des Csenik, entzog und Benedek, Sohn des Heim, übergab. Tamás Bakócz kaufte sie 1494 und ließ sie zu einem Renaissance-Kastell mit Kapelle umbauen. Nach 1707, als Vak Bottyán sie im Rákóczi-Aufstand einnahm, verlor sie ihre strategische Bedeutung und verfiel.
Der Name der Burg lebt im Dorf Somlószőlős weiter, dessen Name „Somló-Traube“ bedeutet und auf die Weinberge an den Hängen des Berges verweist. Der sechseckige Turm im Innenhof gilt heute als Kapelle, da alte Schriften dort einst die Küche vermuteten.
Der Zugang erfolgt über eine schmale Straße mit begrenzte Parkplätze und führt dann zu einem steilen Wanderweg zum Gipfel. Am besten besucht man den Ort an trockenen Tagen, da der Weg bei Nässe rutschig wird.
Die Burg ist ein staatliches, unter der Nummer 9845 eingetragenes Denkmal. Ihr sechseckiger Turm, das bekannteste Bauwerk der Anlage, beherbergte alten Schriften zufolge vielleicht die Küche; heute wird er eher als Kapelle gedeutet.
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